Donnerstag, 18. November 2021

Sohn des Lichtes - Abdrushin

 

Sohn des Lichtes

 

Der Verfasser der Gralsbotschaft „Im Lichte der Wahrheit“ war Abd-ru-shin, was übersetzt soviel bedeutet wie: Sohn des Lichtes. Sein bür­gerlicher Name war Oskar Ernst Bernhardt. Herr Bernhardt wurde am 18. April 1875 in Bischhofswerda geboren. Er verstarb am 06. Dezember 1941. Seine Erdenhülle ist auf dem Vomperberg in Tirol beigesetzt.

 Die Geister streiten sich darüber, ob Abd-ru-shin zuletzt die Schreib­weise seines Namens, unter welcher er die Gralsbotschaft schrieb, in Abdrushin geändert hat. Letzten Endes denke ich, weiß aber jeder, was mit diesem Namen gemeint ist.

     Durch einen Artikel, den ich vor kurzem zu Lesen bekam, ist mir nun auch begreiflich, weshalb auch ich für bestimmte Bücher immer um neue Namen dafür gerungen habe.

     In früheren Zeiten war es einfacher, weil „normal“, sich mit der Änderung eines „Standes“ oder „Ranges“ einen anderen Namen zu geben. Es hat etwas mit der Reife eines Menschengeistes zu tun. Der heutige Erdenname wird in der Regel nur noch bei einer Heirat geändert und ansonsten den Rest des Lebens getragen, was aber nicht zeitgemäß ist, sondern der inneren Entwickelung entgegenspricht.

 Abdrushin wurde im letzten Krieg ob seiner Weltanschauung von den Nationalsozialisten verfolgt, in Gefangenschaft genommen, wieder freigelassen; später verbannt nach Kipsdorf im Erzgebirge, wo er unter dauernder Kontrolle der Gestapo stand. Dort verstarb er schließlich.

 Abdrushin hinterließ der Menschheit die Gralsbotschaft, welche auf keine Frage im Leben eine Antwort offen lässt. Die Gralsbotschaft ist keine neue Bibel − soll die Bibel auch nicht stürzen − sondern erklärt sie und baut auf ihr auf.

     Anbei drei kurze Absätze aus dem Heft von Herbert Vollmann: Vom Gralswirken auf Erden:

 

   Alle, die mit Abdrushin zusammenkamen, waren tief beeindruckt von seiner schlichten Natürlichkeit, seiner gütigen und zugleich hoheits­vollen Art.“

In dem Bericht einer Münchener Zeitung (1933) über Abdrushin hieß es:

„Es ist etwas Geheimnisvolles, das ihn umgibt, das aus dem klaren, scharfen und dabei gütigen Blick seiner Augen redet und wie ein Gruß aus lichten Fernen wirkt.“

   Abdrushin war ein Gegner jeglichen Personenkultes. Daher seine Mahnung, des Wortes der Gralsbotschaft zu achten und nicht des Brin­gers, damit nicht die Aufmerksamkeit von dem Worte auf die Person abgelenkt wird.

   Er stellte seine Botschaft nicht etwa aus anderen Lehren der alten und neuen Zeit zusammen, sondern schöpfte sein lebendiges Wissen in Überzeugung aus sich selbst, aus reinster und höchster Quelle, und schuf so seine Botschaft aus dem Gral, die auch gleichzeitig sein eigentlicher Ausweis ist! (Ende)“

 

Hier eine Erklärung von Herrn O. E. Bernhardt, die er am 22. Oktober 1939 vor Gericht gab, als man ihm bezüglich seiner Weltanschauung den Prozess machen wollte:

 

In den von mir bereits geschriebenen Werken, die den Inhalt meines Wollens klar und deutlich erkennen lassen, erblickte ich meine eigent­liche Lebensaufgabe, die meiner Überzeugung nach darin besteht, neuem Wissen auf Erden die Wege zu öffnen! Einem bisher ungekann­ten Schöpfungswissen, das den Menschen innere Klarheit und Festig­keit gibt.

   Aus diesem Grunde betrachte ich mich auch als einen Gottgesandten, weil ein Mensch von sich aus niemals die Werke über solches Wissen mit vollständig neuen und doch einfachen Erklärungen hätte schreiben können, ohne dass er dazu durch Befähigung besonders bestimmt ist. Es muss daher auch eine besondere Verbindung mit der göttlichen Weisheit vorhanden sein.

   Für mich sind die Werke selbst der Beweis dafür. Deshalb lebte ich ohne jeden Zweifel dieser Überzeugung, ohne daraus irgendwelche Vorteile ziehen zu wollen als die Freude, Derartiges für die Menschen schreiben zu können.

   Natürlich ist der Begriff des Gottgesandten oder Gottessohnes in diesem Falle nicht so zu betrachten, wie es bei Jesus gewesen ist, son­dern es handelt sich um einen besonderen Strahlungsvorgang, der in meinem Erdenkörper erst nach dem Durchleben und Erleben großen Leides für das notwendige Heranreifen zu bestimmter Zeit verankert wurde.

   Alles, auch das üble Erleben, gehörte dazu, um dann die Werke aus eigenem Erleben heraus in die richtigen Worte kleiden zu können, in denen ich wie der äußerste irdische Griffel göttlichen Willens zu neuen Offenbarungen notwendigen Wissens wirkte.

   Es hat mir stets ferngelegen, mit dieser meiner Überzeugung, die in meinen Werken über das Schöpfungswissen begründet ist, etwa Handel zu treiben, was mir wie eine Entweihung meiner Aufgabe erscheinen würde.

   Nicht ich als Person bin deshalb Anlass und Mittelpunkt alles bisher Geschehenen, wozu auch die Zusammenschlüsse eigener Vereinigungen gehören, sondern lediglich meine Werke „Im Lichte der Wahrheit“ als „Neue Gralsbotschaft“. 

   Alle Menschen traten erst nach dem Lesen meiner Arbeiten in Verbin­dung mit mir, nie vorher, als Folge eigener und freier persönlicher Überzeugung der Richtigkeit meiner Ausführungen.“ (Ende)

 Quelle: Heft „Vom Gralswirken auf Erden“

 

Ich weiß, dass der Kult, welcher von vielen Kreuzträgern und Gralsbe­wegungen betrieben wird, so nicht von Herrn Oskar Ernst Bernhard (Abdrushin) gewollt war. Leider verstarb mit Fräulein Irmingard vor einigen Jahren seine letzte Fürsprecherin.

 Da Abdrushin die Gralsbotschaft nur für die Einzelperson an sich geschrieben hat, ist sie keine Sekte. Kann gar keine sein! Zwar hat Abdrushin auch Andachten auf dem Vomperberg abgehalten, aber aus eigenem Erleben kann ich sagen, dass diese Andachten weder ein Per­sonenkult noch eine Götzenanbetung sind, bzw. waren…

   Zu Beginn der Andacht wird auf einer Orgel ein klassisches Stück Musik gespielt. Danach wird schlicht und einfach ein Vortrag aus der Gralsbotschaft vorgelesen. Es gibt während der Andacht weder eine Predigt noch sonst etwas.

   Diese Stunden zählten zu den wunderschönsten Momenten meines Lebens. Weder wurde ich finanziell ausgenommen noch sonstwie benutzt. Gibt man einen Obolus, dann freiwillig und nur, soviel man möchte. Ein jeder Mensch, der Kontakt zu anderen Kreuzträgern suchte, kam von sich aus. Blieb freiwillig. Ging frei und freiwillig!

   Die Andachten sind auch heute noch nicht anders gestaltet. Einen Kult haben die eine oder andere Privatperson bzw. Leitende daraus gemacht. Leider sind nach dem Tod von Fräulein Irmingard Machtansprüche auferstanden, die an dieser Stelle absolut fehl am Platze sind.

   Ich hoffe, dass eines Tages alle Kreuzträger wieder unter einem Dach vereint sind. Oder besser ausgedrückt: In einer Kraft schwingen!

 

Nun empfinde ich vom Licht den Druck, die Fürsprecherin Abdrushins zu sein. Beziehungsweise nicht seiner, sondern der Gralsbotschaft, die er den Menschen gebracht hat. Mehr dazu in *Mein Weg zur und mit der Gralsbotschaft.

   Auch steht es in Verbindung zu dem, wie ich zur Gralsbotschaft gekommen bin und zu Träumen, die ich in Bezug darauf hatte.

Dienstag, 9. November 2021

Kräfte sammeln im Verborgenen

 


"Monatelang sammelt der Kirschbaum seine Kräfte, um für sieben Tage zu blühen."

ES ist die Hoffnung auf stets wiederkehrenden Neuanfang.


Inspiriert durch einen kleinen Ausschnitt einer Sendung über eine Art Kirschbaum in Japan, wo der Baum mit dem größten Umfange stehen soll. Jährlich werden in dieser Woche Pilgerfahrten dorthin übernommen. Der Baum steht an einer Tempelanlage. Die Menschen, die dort ankommen, haben eine Art Pilgerbuch, welches sie sich vor dem Eintritt abstempeln lassen.


"Monatelang sammelt der Kirschbaum seine Kräfte, um für sieben Tage zu blühen."

Wenn wir etwas Großes, Besonderes vorhaben, an der Schwelle zu einer neuen Zeit stehen, die Veränderungen mit sich bringen wird, von denen wir aber noch nicht wissen, wie genau diese Änderungen sich auswirken werden, was genau sich ändern wird und wie genau unser Weg sein wird...

dann sollten wir die Kräfte in uns sammeln, indem wir sie in uns bündeln und nicht jederzeit hinaustragen.

Was ich damit sagen will: Man kann einen Weg zerreden. Das zu verstehen, muss man wissen, dass Gedanken lebendiges Potential haben können und meistens auch haben. Gedanken, je intensiver sie gedacht und empfunden werden, sind in der Lage, uns einen Weg kaputt zu machen, da diese Gedankenformen wie starke Magnete die gleichen Formen anzieht und auf die uns nächste Umgebung wirkt oder auf das, was wir vorhaben. 

Somit kann sich ein wichtiges Ziel für uns zerschlagen, ohne dass sichtbar jemand eingegriffen hätte und die meisten Menschen können ihrem Gegenüber eben nicht hinter die Stirn schauen, um die Gedanken dessen lesen zu können. Empfinden tun wir es oft, aber wir wissen mit dem Unbehagen dann nichts anzufangen. 

Geht in Euch. Redet nur das Nötigste. Wendet Euch im stillen Kämmerlein, oder am besten noch allein in der Natur, an Gott, Euren Schöpfer. Bekundet IHM Euer Vertrauen ihm gegenüber, dass Ihr mit seiner Hilfe (Eurer Intuition) den richtigen Weg finden werdet.

Und dann werdet Ihr einen Weg vor Euch sehen, wobei Euere guten Gedanken und Euere Vorstellungen darüber ebenfalls wie ein riesiger Magnet Gleichartiges anzieht und es über Kurz oder Lang zur Erfüllung treibt.