Nun ist es so, dass mir im Laufe der Jahre viele Beiträge zugeschickt wurden. Teilweise, ohne dass ich den Namen der Verfasser kennen würde. So auch verschiedene Ausgaben der Gralsbotschaft.
Ein jeder behauptet etwas anderes und teilweise wird sich bemüht, es mit wissenschaftlichen Worten zu erklären, warum es nur so und nicht anders sein kann. Warum gerade diese oder jene Ausgabe nur die einzig Richtige sein kann.
Es gibt auch verschiedene Aussagen über das, was Fräulein Irmingard gesagt oder verfügt oder in einem Abschiedsbrief an die Menschen verfasst hat (haben soll) vor ihrem Ableben. Demnach wäre dann die Botschaft 1941 die gültige Ausgabe.
DAS alles könnte ich hier endlos vortführen und ich kann an dieser Stelle sagen, dass ich mir im vollen Umfang bewusst bin, dass dieses ganze Gebahren Menschen auch wieder in die Flucht schlagen kann. Dass das alles eher ein abschreckendes Beispiel sein kann. Leidvoll habe ich die Menschen, insbesondere Leitende, erleben und erleiden müssen.
Als Beispiel einmal grob gerissen mein eigenes Finden der Gralsbotschaft in einfachen Worten erklärt:
Ich wurde im Dezember 1987 von Fräulein Irmingard versiegelt und fand zum Wort über die damals gültige Ausgabe. Das Datum spielt keine Rolle und auch nicht, dass ich heute die Fassung von 1931 in Händen halte.
Was ich im Zusammenhang mit dem vorherigen Sehnen und Suchen, dem Erhalten der Gralsbotschaft und wie sie mir angekündigt wurde (was ich beim ersten Lesen an bedeutsamen Wundern erlebt habe) zeugt davon, dass, egal, welche Ausgabe Ihr in den Händen haltet oder gehalten habt bei Eurem ersten Lesen der Botschaft, es nur auf das eigene Öffnen und Aufnehmen ankommt.
An vielen Stellen beim Lesen spürte ich, ohne dass ich zuvor darüber nachgedacht hätte, denn ich habe ja alles vollkommen unbedarft aufgenommen, dass die Worte direkt aus dem Lichte kamen. Nicht an allen Textstellen oder bei Vorträgen hatte ich das Erleben, aber es lag oder liegt nur an dem Eingestelltsein eines jeden Menschengeistes selber.
Ich spürte, wie mein Haupt geöffnet wurde und mit unglaublicher Sogkraft zog es meinen Geist während des Lesens in Höhen, die ich nicht beschreiben kann.
WAS ich Euch damit sagen will... wir sollten uns nicht von diesen unzähligen IchhabedaseinzigWahre ablenken lassen von der Wahrheit in der Gralsbotschaft. Wohl wurden später einige Stellen gegenüber der Ausgabe 1931 weggelassen, aber der Kern der Gralsbotschaft aller Ausgaben schwingt in der Wahrheit. Soweit hat sich niemand "herabgelassen", an dem Worte etwas zu ändern.
Stellt Euch darauf ein und lasst Euch auf den Kern der Botschaft ein. Ohne im Hinterkopf die "Gedanken" zu haben, dass Ihr nicht die "richtige" Ausgabe habt. Das hält Euch nur ab vom Aufnehmen der Wahrheit. Wenn Ihr später zu einer anderen, ursprünglicheren Ausgabe gelangen solltet, dann nur dann, weil Ihr in der Reife des Geistes weitergekommen seid.
Wir sollen ja nicht werten und nicht richten, aber ich erkenne schon das Drama, dass gerade jetzt von allen Seiten das "einzig richtige Wort" angepriesen wird.
Auch ich habe bestimmte Passagen der Gralsbotschaft von der ursprünglichen Fassung bis zu der Fassung von 1941 verglichen und auch empfunden, weshalb diese Passagen gestrichen wurden. Niemand kann wirklich sagen, ob Abdrushin das selber getan hat und wenn, ob er diese Ausgabe dann als die letzte gültige Fassung hat veröffentlicht sehen wollen. Nun gibt es Menschen, welche behaupten, Abdrushin hätte diesbezüglich eine Verfügung an Frl. Irmingard oder Maria hinterlassen. Andere Stimmen sagen, dass diese Verfügung nicht besteht oder existiert.
Aus eigenem Nachempfinden würde ich sagen, dass ich das Streichen von Passagen, die Abdrushin vorgenommen haben soll, nachvollziehen und nachempfinden kann und auch verstehen, warum er es getan hat, so er es getan hat.
